Lexikon

Aiwa
Ausruf der Begeisterung für Tänzerinnen oder Musiker.

Arabeske
Die Tänzerin geht mit einem Bein auf Halbspitze, streckt dabei das andere Bein nach hinten. Diese Bewegung wird meist mit einer Halbdrehung kombiniert. Diese Bewegung und ihr Name hat ihren Ursprung aus dem Ballett.

Arabisch-andalusischer Stil
Die weichen Bewegungen des Orientalischen Tanzes verschmelzen hier mit dem Temperament des Flamenco. Der Ursprung dieses Tanzstils liegt in der Zeit der arabischen Besetzung Spaniens.

Arabischer Grundschritt
Rechtes Bein ein Schritt vor ...  Rechtes Bein ein Schritt zurück (auch mit links)

Armbewegungen

     Türkische Arme:
 
Armpose, wobei die Arme sich über dem Kopf befinden, und den Kopf wie ein Bild einrahmen.
     Ägyptische Arme:
 
Vielerorts auch klassische Arme genannt, Handflächen werden vor dem Körper abwechselnd nach oben und unten geführt, wobei der Handrücken die Bewegung anführt.
     Schlangenarme: wechselseitige Armwellen

Bakschisch
Trinkgeld, Belohnung

Baladi
Wörtlich übersetzt heißt dieser Tanzstil "meine Stadt, mein Land". Charakteristisch für den Tanz ist seine bodenständige und erdige Ausstrahlung. Beim Baladi zieht die Tänzerin ein durchgängiges Kleid an, oder bei einem Zweiteiler  ein Bauchnetz.

Baladi-Rhythmus
4/4 Rhythmus, dum tak es tak dum tak es

Bauchflattern
In hoher Geschwindigkeit wird der Bauch rausgedrückt und eingezogen.

Bauchrolle
Diese Kunst erfordert die Beherrschung der Kontrolle von Oberbauch und Unterbauchmuskeln. Die Bauchrolle rollt von oben nach unten, indem erst der Oberbauch losgelassen wird, dann der Unterbauch, Oberbauch einziehen, Unterbauch einziehen. Oder umgekehrt die Bauchrollen von unten nach oben.

Beckenbewegungen

     Kippe: Beckenboden wird nach vorn oder zurück gekippt
     Kobra:
 
Das Becken bewegt sich gegengleich zur Beckenwelle, auch in einer Ovalbewegung: oben, vorn runter, hinten rauf.
     Welle: Das Becken bewegt sich in einer Ovalbewegung von unten, vorn hoch, hinten runter.
     Wippe:
 
Rechte und linke Hüfte werden wechselnd nach unten "fallen" gelassen (ohne Akzent nach oben oder unten).

Belly Dance
Amerikanische Bezeichnung für den orientalischen Tanz.

Bendir
Nordafrikanische Handtrommel oder Tamburin, die auf einen Holzreif mit Ziegenfell bespannt ist.

Bodentanz
Dieser Tanz der Bauchtanzbewegungen am Boden kommt ursprünglich von den niedrigen Beduinenzelten, hier war der Bewegungsspielraum am Boden größer als im Stehen. Zu allen üblichen Bauchtanzbewegungen kommen noch Kleopatrabrücke, Sultansbrücke und
Serpentinenrolle dazu.

Bodywave
Wörtlich übersetzt: Körperwelle
(auch ganze Kobra benannt)

Brustkorbbewegungen

     Kobra: der Brustkorb bewegt sich vorn runter, hinten rauf
     Kreisen:
 
Kreise vertikal nach rechts, vertikal nach links, horizontal nach vorn rechts, horizontal nach vorn links.
     Schieben: der Brustkorb verschiebt sich fließend nach rechts und links.
     Welle: der Brustkorb bewegt sich vorn hoch und hinten runter

Chifte Telli
Griechische Wort für Bauchtanz.

Darabukka, Darbuka, Derbouka
Kelchförmig aus Ton gearbeitete Trommel, mit Ziegen- oder Fischhaut bespannt. In Ägypten wird sie auch Tabla genannt.

Doppelschleier
Der Tanz wird gleichzeitig mit zwei Halbrundschleiern getanzt, die in verschiedensten Variationen gemeinsam oder auch einzeln geführt werden können.

Duff
Mit Fischhaut bespannte ägyptische Handtrommel oder Tambourin.

Dum
Auf der Mitte der Trommel geschlagener dunkler Ton.

Folklore
Volkstümliche Tänze, bei denen alltägliche Arbeiten tänzerisch umgesetzt werden (z.B. Tanz mit Krug).  Hier wird geschmückte Alltagskleidung getragen, nie bauchfreie "Bauchtanzkostüme".

Galabia
Bodenlanges weit geschnittenes Kleid, von Männern wie von Frauen getragen (ägyptisch).

Grundstellung
Knie leicht angebeugt, Füße ca. 30 cm auseinander, Hüfte leicht nach vorn gebeugt, Füße sind flach auf den Boden gestellt.

Hüftbewegungen

     Hüftacht rückwärts:

 

Die Hüfte beschreibt eine Hüftacht von vorn nach hinten. Die Acht bewegt sich auf der horizontalen Ebene (liegende Acht). Die Bewegung beginnt vorn und wird nach hinten
geführt.
     Hüftacht vor:

 

Die Hüfte beschreibt eine Hüftacht von hinten nach vorn. Die Acht bewegt sich auf der horizontalen Ebene (liegende Acht). Die Bewegung beginnt hinten und wird nach vorn
geführt.
     Hüftdrop:

 

Das Gewicht liegt auf einem Bein, dem Standbein. Dieses Standbein bleibt im Knie! Die Hüfte des nicht belasteten Beines wird ohne Energie, nach oben geführt wird und dann kraftvoll nach unten fallen gelassen wird. Der Akzent der Bewegung liegt nach unten!
     Hüftkippshimmy:

 

Die Grundbewegung des Hüftkippshimmy ist das seitliche Beckenkippen. Das Becken wird wechselseitig, rechts, links nach unten kippen lassen. Geschwindigkeit des Shimmy ist immer doppelter oder vierfacher Rhythmus.
     Hüftkreis, großer:

 

("Sonnenkreis") Die Hüfte bewegt sich im größtmöglichen Kreis um die eigene Achse,  dabei sind vorn die Knie gebeugt und im hinteren Halbkreis gestreckt. Oberkörper rotiert gegengleich.
     Hüftkreis, kleiner:
 
("Mondkreis") Die Hüfte beschreibt einen kleinen Kreis um die eigene Achse. Anfangspunkt der Bewegung ist vorn, die Knie sind immer gebeugt.
     Hüftschwung:

 

Das Gewicht liegt auf einem Bein, dem Standbein. Dieses Standbein bleibt im Knie! Man lässt die Hüfte des nicht belasteten Beines nach oben schnellen und nimmt sie langsam wieder runter. Akzent der Bewegung ist nach oben gerichtet!
     Hüftschleife:
 
Die Hüfte beschreibt eine Schleife von unten nach oben. Es entsteht eine fließende Bewegung in Form einer stehenden Acht. Die Bewegung bleibt auf der vertikalen Ebene.
     Hüftkick:
 
Die rechte oder die linke Hüfteseite werden von der Grundstellung aus seitlich nach oben gestoßen. Der Akzent der Bewegung ist nach oben gerichtet!

Isolation
Einzelne Körperteile zu bewegen, während andere ruhig bleiben .... Isolation ist die Basis des Orientalischen Tanzes.

Kamel, Kamelgang
Kombination aus Brustkorbwelle und Hüftwelle. Diese den Kamelen nachempfundene Bewegung läuft von oben nach unten.

Khalegy (Sauditanz)
Fröhlicher Gruppentanz mit Ursprung in der Golfregion. Die Tänzerinnen schwingen im Saudi-Rhytmus ihre langen offenen Haare und spielen tänzerisch mit ihren überlangen Gewändern (Abaya). Bei diesem Tanz werden kleine graziöse Schritte ausgeführt, sowie Handshimmys welche in Flammen stehende Herzen symbolisieren.

Kleopatra-Brücke
Figur des Bodentanzes, bei der sich die Tänzerin nach hinten auf den Boden legt.

Kopfgleiten/-schieben
Schultern bleiben ruhig - der Kopf gleitet von der einen Seite zur anderen.

Kreuzschritt
Im Unterschied zum Shirtakischritt wird nach jedem Kreuzen ein seitlicher Schwung (seit tip) angehängt.

Leuchtertanz
siehe "Shamadan"

Maya
Ähnlich wie die Hüftschleife, nur bewegt sich die Schleife von oben nach unten.

Mizmar
Orientalische Flöte

Nai, Nay
Orientalische Schilfrohr- oder Bambusflöte.

Raqs Sharki, Raks al Sharqi
übersetzt: "Tanz des Ostens" - Orientalischer Tanz

Riqq
Rahmentrommel, Tambourin mit Schellenpaaren, reich mit Mosaikplättchen aus Perlmutt, Knochen, Horn oder Holz verziert
.

Säbeltanz
Der Ursprung des Säbeltanzes ist umstritten. Einmal wird behauptet, dass er auf das alte Spiel zwischen Frau und Mann, Bewaffnetem und Unbewaffnetem zurückgeht. Nämlich auf Salome, die dem Räuberhauptmann den Säbel abnimmt und mit ihrem Tanz ihn so betört, dass er ihr das Leben schenkt. Auf der anderen Seite zählt der Säbeltanz, so wie er heute in Deutschland getanzt wird, zur Sparte des modernen Fantasytanz. Unabhängig des Ursprungs handelt sich um einen erotischen Tanz mit dem Säbel, der die wehrhafte, aggressive und amazonenhafte Seite des Orientalischen Tanzes zur Geltung bringt. Besonders die Elemente des Bodentanzes, kombiniert mit dem Säbeltanz, sind spektakulär.

Saidi (4/4 Rhythmus)
Als Raks Saidi wird im allgemeinen der Stocktanz  bezeichnet, er kann aber auch ohne Stock getanzt werden. 
siehe auch: Stocktanz

Saudi
siehe "Khalegy"

Saudikleid
Kleid, welches  über eine
Galabia beim Khalegy getragen wird. Reich bestickt, aus dünnem oft seidigem Stoff, ist das Vorderteil überlang, so dass es mit in den Tanz einbezogen werden kann.

Schleiertanz
Ursprünglich wurde der Schleier von den Orientalinnen nur zum "Einstieg" ihres Auftrittes verwendet. In Europa und Amerikaentwickelte sich daraus später der eigentliche Schleiertanz. Es wurden neue Formen der Schleier (Halbrundschleier) und unzählige wunderbare Figuren im Tanz mit dem Schleier entwickelt.

Shamadan, Leuchtertanz
Absolute Beherrschung der isolierten Bewegungen des Orientalischen Tanzes ist Voraussetzung für diesen tänzerischen Balanceakt mit dem mehrstöckigen Leuchter (Shamadan). Der Leuchter sitzt während des gesamten Tanzes auf dem Kopf der Tänzerin. Der Tanz mit Lichtern geht zurück bis in das pharaonische Reich, wobei den Shamadan selbst von der ägyptischen Tänzerin Nazla Al Adel erfunden wurde.

Shimmy
Zitterbewegungen verschiedener Körperteile. Hierbei muss der nicht bewegte Körperteil unter Spannung gehalten werden, und der zitternde locker sein. Es gibt Hüftshimmy in verschiedensten Variationen, Schultershimmy, Handshimmy, Brustshimmy.

Shisha
Eine Shisha ist eine Wasserpfeife arabischen Ursprungs. Man raucht in der Shisha meist Tabak mit Fruchtaromen oder ähnlichen Geschmacksrichtungen.
Der Ursprung der Shisha wird in Indien vermutet, dort soll die erste Shisha aus einer Kokosnuss und einem in diese gesteckten Bambusstock gebaut worden sein.Die heutige Form entstand im Ägypten des 16. Jahrhundert. Um die Shisha entwickelte sich eine Gemeinschaftskultur, die bis heute Bestand hat. Die Shisha wurde in vielen arabischen Ländern ein fester Bestandteil der Kultur; das gemeinsame Rauchen wurde und wird bis heute als Symbol der Gastfreundlichkeit angesehen.

Sirtakischritt (griechische Folklore)
Immer in eine Richtung laufend, einmal vorn und einmal hinten kreuzen.

Stocktanz (Raqs al assaya)
Nach Saidi-Rhythmus tanzen Männer mit ein oder zwei dicken Bambus-Stöcken. Ausgedrückt werden in diesem Tanz Geschicklichkeit, Kämpfe, Manneskraft und Tapferkeit, aber er dient auch als Ackerbau- und Fruchtbarkeitssymbol.
Bezeichnet wird er auch als "Raqs Saidi" (Oberägypten) oder als "Raqs Masri"
(Ägyptischer Tanz).
Modernen Ursprungs ist der Stocktanz als "Frauentanz". Frauen führen weniger Kampffiguren auf, sondern kokettieren mit verzierten zierlicheren Stöcken.

Sultansbrücke
Man lässt sich aus dem Kniestand rückwärts zu Boden gleiten.

Tabla
siehe: Darbuka.

Wippe
Rechte und linke Hüfte werden wechselnd nach unten "fallen" gelassen (ohne Akzent nach oben oder unten).

Zhagareet
Lebens- und Festtrillern. Schrilles Trillern, von schnellen Bewegungen der Zunge gegen den Gaumen erzeugt.

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