Der ägyptische und der türkische Tanzstil

Es gibt zwei  verschiedene Stilrichtungen des orientalischen Tanzes: den ägyptischen und den türkischen Stil.
Die ägyptische Musik des orientalischen Tanzes ist sehr komplex. Sie ist reich an Rhythmus- und Stimmungswechseln. Diese arabische Musik beinhaltet Ganz- und Halbtöne sowie Vierteltöne. Eben wegen dieser Vielfalt wird der Tänzerin hier viel Präzision und Feingefühl, aber auch die Beherrschung zahlreicher Schritt- und Bewegungskombinationen abverlangt.
Dagegen beruht die türkische Musik eher auf einfachen kurzen Rhythmen (mit lediglich Ganz- und Halbtönen), die sich oft wiederholen.


Der Stocktanz
(Saidi)

Der Stocktanz wird meist nach seiner ursprünglichen Herkunft "Saidi" (das ist ein Landstrich in Oberägypten) genannt. Allerdings wird er auch Raks Masri oder als Raks Assaya bezeichnet.
Die Saidi-Tänzerinnen tragen lange, enge mit Fransen bestickte Kleider.
Entwickelt hat sich der Saidi als ein Folkloretanz aus den Kampftänzen der Hirten. Dieser Tanz zeigt sowohl Kampf als auch ein Spiel mit dem Stock.


Der Leuchtertanz

Der Leuchtertanz fand seine Bezeichnung "Raks Shamadaan" nach dem Kopfleuchter (Shadamaan) - seinen Ursprung fand er in Ägypten.
Dieser Tanz fordert eine große Isolationskunst -  es sollen bei vollkommen ruhig gehaltenem Kopf, die weichen und ausladenden Bewegungen genauso zu sehen sein wie die schnellen und harten - dabei liegt der Schwerpunkt während des Tanzes im Jonglieren mit dem Shamadaan.

 

Der Schleiertanz

Innerhalb eines Schleiertanzes kann der Schleier mehrere Bedeutungen haben. Der Schleier ist dabei entweder ein zusätzlicher Bestandteil des Tanzes oder aber er dient der Steigerung der Tanzbewegung. Der Schleier kann Bewegungen und Körperteile verhüllen oder verschiedene Bewegungen einrahmen, und so die einzelnen Tanzelemente noch besonders betonen. Die meiste Zeit des Schleiertanzes über dient er selbst aber als Accessoire des Tanzes, er nimmt dabei viele verschiedene Formen (wie z. B. den “Schmetterling” der das "Sonnenrad") an, welche häufig mit Hilfe der Fliehkräfte durch Drehungen erzeugt werden.

 

Tanz der sieben Schleier

Dieser Tanz entstand wohl der Sage nach, dass die babylonische Göttin Ischtar, die ihren Geliebten aus der Unterwelt befreite und an jedem der sieben Tore der Unterwelt ein Kleid als Pfand opferte.
Der Tanz der sieben Schleier ist ein ausgesprochener Bühnentanz.

 

Säbeltanz

Ursprünglich tanzte die Braut mit dem Säbel ihres zukünftigen Mannes. Dies hatte die Bedeutung, dass sie ab sofort die Hüterin der Ehre ihres Mannes war. Der moderne Säbeltanz kann in seinem Ausdruck von amazonenhaft kämpferisch bis gefährlich erotisch reichen.

 

Baladi

Der reine traditionelle Bauchtanz, der ohne Accessoires getanzte orientalische Tanz, wird ebenso wie die dazu gehörende orientalische Tanzmusik als Belady oder Baladi bezeichnet.
Der Belady dreht sich um zwei Instrumente: das Akkordeon und die Tabla (Trommel). Man kann ihn ein “Frage- und Antwortspiel” zwischen diesen beiden Instrumenten nennen, von der Tänzerin in Bewegungen umgesetzt.  Normalerweise wird der Baladi von der Tänzerin improvisiert. Sie beginnt sehr erdig und in sich gekehrt und steigert sich dann zusammen mit der Musik. Der Tanz wird kommunikativ bis extatisch. 

 

Der Trommeltanz

Der Trommeltanz bzw. das Trommelsolo wird als Tabla Solo bezeichnet.
Das Tabla Solo wird von den Instrumenten Doff und Mazhar begleitet. Es ist der technisch wohl schwierigste Teil des orientalischen Tanzes. Hier kann die Tänzerin ihre Technik und Perfektion beweisen. Mit der Hilfe von Shimmies werden Höhepunkt gesetzt. Dazu bedarf es eines disziplinierten Trainings, um die hierfür notwendige Perfektion zu entwickeln. (Tabla=aus Ton gefertigte Trommel mit Fischhaut bespannt)

Tribal

Beim Tribaldance steht nicht eine Solotänzerin im Vordergrund, sondern die Gruppe als Ganzes, das Miteinandertanzen. Tribal heißt ursprünglich auch Stammeszugehörigkeit und beinhaltet auch die Einigkeit des jeweiligen Stammes.

Folklore

Tanz mit Zimbeln

Pharaonisch